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postheadericon Podiumsdiskussion mit Verena Bentele: Hürdenlauf Sehbehinderung

Von 11 bis 11:50 Uhr diskutieren Fachleute zum Thema “Hürdenlauf Sehbehinderung”

Podiumsdiskussion: Hürdenlauf Sehbehinderung,
Organisiert durch den Low Vision Kreis e. V.,
Moderatorin: Verena Bentele, Behindertensportlerin des Jahres 2010, Goldmedaillen bei den Paralympics 2010 in den Disziplinen: Langlauf Sprint, 5 km sowie 15 km; Biathlon Freistil 12,5 km und Verfolgung
,
Teilnehmer v. l. n. r.: O. Simon (Rehabilitationslehrer, blindundmobil.de), F. Siewert (LowVision Kreis), Verena Bentele (Moderatorin), Dipl. Ing. N. Kamps, Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. V. (MDS), Dr. Ch. Stamm, Augenärztin Berlin;

Forum: Podiumsdiskussion mit Vernena bentele

In Stichworten schreibe ich zeitnah mit:
11 Uhr: Vorstellung der Podiumsteilnehmer

Hr. Kamps:
Sehbehinderte benötigen einen Leistungshilfeberater.
Optiker verschreibt Sehhilfen, kennt sich aber nicht im Leistungsrecht aus
Erstattungsfähigkeit von Hilfsmittel seitens der Krankenkassen ist ein Problem

Fr. Stamm:
Sehbehinderte benötigen mehr Beratung, diese gibt es nicht aus EINER Hand.
Man benötigt jemand Neutrales, der Sehbehinderte berät

Grundproblem
Betroffnee sind oft überfordert im Dschungel von technischen Hilfen, Kassenabrechnungen

Hr. Kamps
Es braucht Regeln: Was gehört zur Grundversorgung?

Hr. Siewert
erstritt sich über die Dauer von 3 Jahren ein Sprachlesesystem

Fr. Bentele
benötigt Hilfsmittel: Smartphone zur Speicherung von Kontaktdaten, Internet

Fr. Stamm
in Berlin versorgen Selbsthilfegruppen Betroffene mit Informationen zu ausreichenden, zweckmäßigen und wirtschaftlichen Hilfsmittel

11: 33 Uhr
Hr. Simon
Am Anfang des Weges benötigt der Betroffene psychologische Begleitung.
Betroffene haben meist sehr hohe, zu hohe Erwartungen, die es zu dämpfen gilt.

Zitat Krankenkasse: “Hilfsmittel liegt vor mit Vergleichsangebot, 75 €, nicht wie empfohlen 200 €”
Patient wird informiert, aber der Rehaberater bleibt außen vor.
Das führt teils zu nicht zweckmäßigen Hilfsmittelanpassungen.

Fr. Stamm
wieder generelles Problem:
Aufgabe des Arztes ist es, die Hilfsmittel konkret zu verschreiben. Er kennt sich aber fachlich oft nicht aus. :-(

Hr. Kamps
Es steht nirgendwo geschrieben, dass NUR die Ärzte verschreiben dürfen. Jeder darf HM verschreiben, z. B. Hilfsmittelexperten, aber auch Privatpersonen. Problem ist wieder, Kostenträger müssen auf diese Verträge / Vereinbarungen eingehen. Ärzte murren und meinen, ihnen werde die Butter vom Brot genommen.

“Wir benötigen Fallmanager / Casemanager. Jeder Patient muss individuell betreut werden. Der Casemanager hat aber auch zu netzwerken, er bündelt die Informationen. Udn wenn es sie gäbe, wer würde sie bezahlen?”

Fr. Bentele
Integrationsverbände könnten doch Teilaufgaben übernehmen.

Hr. Simon
Neben den Hilfsmitteln wird seitens der Kostenträger gerne gespart bei den Schulungen, beispielsweise beim Mobilitätstraining. Er ermuntert Betroffene, vor Gericht zu ziehen, um für die persönliche Situation zu sensibilisieren.

11:45 Uhr
Betroffene im Publikum
Ihr fehlen Ansprechpartner und Berater, fühlt sich allein gelassen.

Fr. Bentele sagt:
“Haben Sie Mut, aus sich heraus zu gehen. Machen Sie den ersten Schritt!”

Kollege von Herrn Simon
Es geht immer wieder ums Geld. Kostenträger verzögern Behandlungen und Betreuungen, weil sie an ihre Kosten denken. Manche Kostenträger kennen sich gar nicht aus, z. B. Sozialämter.

Ende der Diskussion!

Frau Bentele hat noch eine Rat : Wer fragt, wird klug!

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