Presseinformationen


Offizielle Pressemitteilung zur SightCity 2007 (19. März 2007)

Mit kleinen Helfern zurück ins Leben

Fachmesse „SightCity“ informiert über Leben ohne Einschränkungen mit Hilfe von Blindenhilfsmitteln

FRANKFURT. Die meisten sehenden Menschen können sich kaum vorstellen, wie es sein muss, ein Leben mit schwindendem oder gar erloschenem Augenlicht führen zu müssen. Alltagsaufgaben, Arbeiten am PC oder gar mal ein gutes Buch lesen – unmöglich? Leider weiß kaum jemand, dass es mit Unterstützung durch so genannte Blindenhilfsmittel durchaus möglich ist, als Sehbehinderter all diesen Beschäftigungen nachzugehen.

Die „SightCity“ in Frankfurt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit und ohne Sehschwäche auf diese Potentiale modernster Technik aufmerksam zu machen: Mit über 90 teilnehmenden Ausstellern aus 16 Ländern ist sie die größte Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel in Deutschland. Sie findet in diesem Jahr vom 9. bis 11. Mai zum 5. Mal im Sheraton Hotel am Frankfurter Flughafen statt. Neben führenden Herstellern von Hilfsmitteln aller Art finden sich auf der „SightCity“ Selbsthilfeorganisationen ebenso wie Berufs- und Bildungseinrichtungen, die gezielt über alle Aspekte eines Lebens mit Sehschwäche und die aktuellen technischen Möglichkeiten informieren. Ein Vortrags- und Diskussionsprogramm mit Experten aus Medizin und Wissenschaft rundet die Messeveranstaltung in Form des „SightCity Forums“ ab. An 2 Tagen jeweils am Vor- und Nachmittag widmet sich das Forum dem diesjährigen Schwerpunkt „AMD – Altersbedingte Makula- Degeneration“.

Die Messe selbst ist mit allen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Ein halbstündlicher Abholservice durch Messeguides am Fern- und Regionalbahnhof garantiert eine risikofreie Anreise für alle Besucher.

Öffnungszeiten der „SightCity“:
Mittwoch, 9. Mai 2007: 10 bis 18 Uhr
Donnerstag, 10. Mai 2007: 10 bis 18 Uhr
Freitag, 11. Mai 2007: 10 bis 16 Uhr

Der Eintritt ist frei. Der Begleitservice der Messe ist während der Öffnungszeiten unter 0163/ 2825862 zu erreichen.

IHR ANSPRECHPARTNER: Eugen Schäfer, 07 11 66 60 30

PRESSINFORMATION VOM 19. März 2007 als pdf herunterladen

Zurück zur ThemenauswahlHintergrundwissen

In Deutschland leben ca 500.000 sehbehinderte und rund 150.000 blinde Menschen.

Für diese Menschen hat sich mit dem Bereich der "Hilfsmittel für Blinde und Sehbehinderte" eine hochspezialisierte Marktnische entwickelt.

Leider können sich auch heute noch viele Sehende überhaupt nicht vorstellen, wie Blinde und Sehbehinderte am PC arbeiten und in den Arbeitsalltag integriert werden können - und das, obwohl viele engagierte Vereine und Verbände Aufklärungsarbeit leisten.

Das liegt vor allem auch daran, dass diese Thematik nicht zum eigenen Erfahrungsbereich der Sehenden gehört. Diese Tatsache ist umso „dramatischer“, als dass viele Sehgeschädigte Ihre Sehkraft erst im späten Alter verlieren. Diese sind dann zunächst auf die Hilfe und Informationen ihrer sehenden Mitmenschen angewiesen.

In diesem Zusammenhang können Sie als Journalist und/oder Redakteur wertvolle Aufklärungsarbeit leisten. Versuchen Sie Sehenden zu vermitteln, daß auch blinde und sehbehinderte Menschen am PC arbeiten können, späterblindete Senioren noch eigenständig Bücher lesen können uvm.

Ausführliche Informationen zum Thema und über die Vielfalt der existierenden Hilfsmittel erhalten Sie jährlich auf der SightCity in Frankfurt. Das Ausstellerangebot der SightCity 2004 erstreckte sich über den Bereich der „klassischen Hilfsmittel“ (Mobilitätshilfen, HighTech Lösungen, praktische Küchen- und Haushaltshilfen für Blinde und Sehbehinderte) bis hin zu Online-Banking speziell für Blinde und Sehbehinderte. Zum Angebot gehörten weiterhin Hotels mit besonderen Freizeitangeboten und Betreuung für blinde und sehbehinderte Gäste.

Für Ihre weitere Recherche als Journalist bzw. Redakteur empfehlen wir Ihnen folgende Seiten:

Wenn Sie Informationen vermissen oder Verbesserungsvorschläge für diese Seite haben, dann freuen wir uns über Ihren Anruf (0 62 23 - 49 09 761) oder Ihre E-Mail an k.cana@audiodata.de (Karin Cana)

Zurück zur ThemenauswahlSo arbeiten Blinde und Sehbehinderte am PC

Die blinde Marita an ihrem PC-ArbeitsplatzFür Blinde und Sehbehinderte ist die Arbeit am PC und mit dem Internet selbstverständlicher als für manche Sehende. Im Gegensatz dazu, gibt es unter den Sehenden immer noch einige die der Ansicht sind, daß ein Computer und das Internet unnötig sind.

Für blinde und sehbehinderte Menschen ist der PC und das Internet ein Hilfsmittel, das ihnen Alltagssituationen erleichtert und ihnen mehr Unabhängigkeit bietet: Blinde und Sehbehinderte können mit dem PC und geeigneten Blindenhilfsmitteln eigenständig an Informationen gelangen, z.B. alle maschinengeschriebene bzw. gedruckte Schriftstücke lesen, im Internet eigenständig recherchieren, ...

Wie geht das?

Letztendlich muß man sich nur die Frage stellen: Wie sehen Blinde was auf dem Bildschirm steht?
Die Eingabe, über die PC Tastatur, erfolgt genauso wie bei Sehenden auch. Wenn diese das 10-Finger-System beherrschen, erfolgt die Dateneingabe auch bei Sehenden „blind“.

MERKE: DIE DATENEINGABE IST NICHT DAS PROBLEM!!! Hersteller von Blindenhilfsmitteln müssen sich Gedanken über die DATENAUSGABE machen.

AUDIODATA in 6punkt Brailleschrift Wenn man also den Bildschirminhalt nicht sehen kann, bleiben immer noch die Sinne „Hören“ und „Fühlen“: finger auf brailleausgabe der braillezeileMit einer Sprachausgabe kann ein Blinder hören , was auf dem Bildschirm steht, mit einer Ausgabemöglichkeit per Braille (auf einer Braillezeile) kann ein Blinder in der Blinden-Punktschrift den Bildschirminhalt und Bildschirmaufbau erkennen.

Herzstück der Umsetzung für Sehbehinderte und Blinde ist ein Screenreader, ein Bildschirmausleseprogramm. Screenreader setzen den grafischen Bildschirminhalt von Windows in eine Textversion um.

Der Bildschirminhalt kann über die Sprachausgabe angehört, auf der Braillezeile in Blindenschrift gelesen oder von stark Sehbehinderten in starker Vergrößerung (bis 48fach) angeschaut werden.

FAZIT:
Für die Arbeit am PC haben Blinde einen PC, der sich in nichts von dem PC eines Sehenden unterscheidet. Entsprechende Hardware z.B. Braillezeile und ein Screenreader sind Hilfsmittel, die ein Blinder benötigt um am PC arbeiten zu können. Diese Hilfsmittel geben den Bildschirminhalt in Sprache, Großschrift und/oder Braille aus.

Und wie funktioniert die Bedienung des Programmes? Wie kann ein Blinder mit der Maus umgehen?

Normalerweise benutzt ein Blinder keine Maus, alle Funktionen lassen sich in der Regel auch über die Tastatur ausführen. Anstelle in der Symbolleiste auf das Diskettensymbol zu klicken wird ein Blinder „ALT+D“ für Datei, „S“ für Speichern drücken. Auch kann er/sie sich durch Betätigen der ALT-Taste in das Menü bewegen und dann mit den Cursortasten „herumlaufen“ und bekommt in Großschrift, Sprache und Braille den angesteuerten Menüpunkt angeboten.
Falls dennoch einmal mit der Maus geklickt werden muss, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die verschiedenen Klicks auszuführen.

Zurück zur ThemenauswahlBildschirmlesegeräte

Was sind Bildschirmlesegeräte?

Bildschirmlesegeräte vergrößern Text- und Bildvorlagen wie z.B. Zeitungen, Illustrierte und Bücher 3 bis 72-fach. Diese Geräte bestehen aus einer Kamera und einem Bildschirm bzw. Display.

Das Lesegut wird mit einer Kamera aufgenommen. Das vergrößerte Bild wird auf einem Bildschirm oder Display dargestellt. Die Vergrößerung erfolgt stufenlos.

Bildschirmlesegeräte sind nicht mit optischen Lesehilfen, wie z.B. Lupen, vergleichbar.
Bildschirmlesegeräte erzeugen eine starke Kontrastanhebung; die Lesegeschwindigkeit wird wesentlich heraufgesetzt.

Bei Bildschirmlesegeräten können die Farb- und Kontrastbedürfnisse individuell angepasst werden. Bis zu 36 unterschiedlichen Farbeinstellungen an einem Gerät sind möglich.

Die Bedienbarkeit der Geräte ist kinderleicht: in der Regel ist die volle Funktionalität der Geräte mit zwei bis drei Schaltern bedienbar.

Für wen eignen sich Bildschirmlesegeräte?

Bildschirmlesegeräte sind für alle geeignet, die trotz starker Brille und/oder Lupe nur schwer oder gar nicht lesen können.

Häufige Ursachen sind:

Einsatzmöglichkeiten von Bildschirmlesegeräten

Selbst wenn Bildschirmlesegeräte, wie oben erwähnt, aus Kamera und Bildschirm bestehen, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass diese Hilfsmittel groß und unhandlich sind. Die Geräte gibt es für den stationären und den portablen Einsatz.

Bildschirmlesegeräte finden in Alltag, Schule und Beruf Anwendung. Egal ob Sie unterwegs den Fahrplan lesen, auf dem Amt ein Formular ausfüllen, die Anschrift einer Schultafel erkennen sollen oder im Berufsleben mit klein bedruckten Listen arbeiten – Bildschirmlesegeräte gibt es in vielen verschiedenen Varianten, dass nahezu für jeden Verwendungszweck das passende Bildschirmlesegerät gefunden werden kann.

März 19, 2007